Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen! Und wer kocht für uns?

Geschrieben von Andrea Wissel-Romefort.

Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen! Und wer kocht für uns?

Männer und Frauen an den Herd…

Liebling, was gibt es heute denn Feines zu essen? Mama, ist das Essen fertig? Papa, ich bringe ein paar Kumpels mit, kannst du was kochen? Ich habe Hunger, hast du was zu Essen gemacht?

Fragen dieser Art sind ihnen sicherlich auch schon gestellt worden. Und wie ist ihre Antwort ausgefallen? Das dürfte je nach Laune zwischen „ ich habe ein 4 Gänge Menu gezaubert“ über „da ist der Kühlschrank“ bis „ich bin nicht euer Kochsklave“ schwanken.

Die Küche bei Grand Vignoble Berlin

Die Küche bei Grand Vignoble Berlin

Dabei waren in der Antike Sklavinnen, die gut kochen konnten, fein raus. Ihre Stellung im Hause war eindeutig besser als die der gewöhnlichen Sklaven. Die Römer liebten es, in Gesellschaft zu essen. Nicht nur in Tavernen und Gaststätten, sondern auch zu Hause. Und da die wohlhabende Römerin Kochen nicht als Lust sondern als Arbeit empfand, wurden Sklavinnen mit der Zubereitung der Speisen betraut. Die Rafinesse der Speisen sollte den Gast natürlich beeindrucken und auch auf den Gastgeber zurückgeführt werden.

Von da an hatte ein Mensch, der gut kochen kann, eine relativ gute Möglichkeit, gut und satt durchs Leben zu kommen. Die Geschichte der Köche und Köchinnen begann. Erinnern wir uns an den legendären Vatel, der sich das Leben genommen haben soll, weil die Fische, die er für Louis XIV bereiten wollte, um seinen Ruhm und den seines Herren zu mehren, nicht rechtzeitig angekommen waren.

Die Liste ist lang, Escoffier, Brillat-Savarin, Bocuse, um nur einige zu nennen. Inzwischen gibt es zum Glück auch weibliche Köche, die es zu Ruhm gebracht haben, man denke an Lea Linster, Johanna Maier, Sarah Wiener. Allerdings sind die meisten Köchinnen eher in untergeordneten Positionen zu finden. Dabei herrschten im häuslichen Arbeitsbereich die Frauen über die Küche.

Heute ist das Verhältnis auf dem Weg zur Ausgeglichenheit. Sowohl Männer als auch Frauen kochen gerne bis begeistert und immer mehr Menschen begreifen das Kochen als mehr als lästige Pflicht. Es macht Spaß, die Zutaten auszuwählen, es bereitet Vergnügen, sich von den Gerüchen und Düften der Gewürze inspirieren zu lassen, es ist lustvoll, seine Gäste mit Gaumenfreuden zu verführen…

Natürlich hat man und frau nicht täglich Zeit und Lust, sich ausgiebig mit der Essenszubereitung zu beschäftigen. Gutes Kochen braucht Zeit und eine positive Grundeinstellung. Aber es gibt zum Glück auch einige Rezepte, die sich schnell und ohne großen Aufwand nachkochen lassen. Oft reicht schon ein Gewürz, um aus einem faden Essen ein Gericht entstehen zu lassen. Lassen Sie sich dabei von ihrem eigenen Geschmack und ihrer Inspiration leiten, manchmal ist man selbst verblüfft, was da entstanden ist.

Das Essen in Gesellschaft ist bis heute die angenehmste Art, sich zu ernähren. Man trifft sich zum gemeinsamen Kochen und hinterher überlässt man nicht etwa der Frau des Hauses das Aufräumen, sondern beteiligt sich aktiv. So kann man sich entspannt dem Genuss hingeben und muss nicht mit ansehen, wie die Küchensklavin schuftet.